PROZESS

Eine Kernkompetenz im Umgang mit Digitalisierung ist der Umgang mit Unsicherheit. Deshalb gibt es nicht das EINE Konzept für unsere Experimentierräume. Erst recht nicht, wenn wir Beteiligungsprozesse, speziell von Studierenden, ernst nehmen und in die Tat umsetzen. Erst im Prozess werden Konzeptansätze sichtbar und diskutierbar.

In diesem Bewusstsein hat die Prozessgestaltung für unsere erste Experimentierfläche „Große Freiheit – PC-Pools“ bewusst ergebnisoffen gestartet. Mit Nutzern und Beteiligten wurde auf Basis des vorliegenden Prototyps zu Prozessgestaltung ein Brainstorming zu Nutzungsclustern und Lernaktivitäten durchgeführt. Als Ergebnis daraus lagen 70 Ideen vor.

Anschließend wurden alle Ideen in neun Rubriken geclustert und im weiteren Verlauf wurde der Schwerpunkt auf diese fünf Cluster gelegt:

·       Service / Betreuung
·       Technische Hard- und Software
·       Gestaltung durch Studierende
·       Vereinbarkeit von Studium und Familie
·       Aufenthaltsqualität

Diese Fokussierung entsprach der im Prozess ermittelten Datengrundlage (Ergebnisse von PC-Pool Umfrage von Studierenden bei Studierenden).

Basierend darauf folgten die weiteren konzeptionellen Überlegungen zwei grundlegenden didaktische Standards:

1)     Aktivitätsbasierte Akustikplanung
2)     Dominantes Lehr-Lernmodell (Einzel/Gruppe)

Die folgende Abbildung illustriert, welches Entwicklungspotenzial in vorhandenen Raumstrukturen steckt. So war die bisherige Fläche noch in einer starren Raumstruktur vom Typ A („Classrooms along corridors“) aufgebaut. Die vollständige Ausgestaltung zu Typ F („Open Plan) war aus baulichen Gründen nicht möglich. Folglich wurde eine Raumstruktur vom Typ E angestrebt: „Open Plan with possibility to create classrooms“ und klarer Zonierung.

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